Frankfurt Marathon – Laufbericht – Teil 3

35. Mainova Frankfurt Marathon (3)

Feuerwehr läuft Staffelmarathon Kilometer 33,7 nach 04:09h
Feuerwehr läuft Staffelmarathon
Kilometer 33,7
nach 04:09h

Im letzten Teil des Bericht geht es heute um die zweite Hälfte des Marathons inklusive des Zieleinlaufs. Wer noch nicht alles davor gelesen hat kann direkt zu Teil 1 oder Teil 2 springen.

Nach dem die Halbmarathon Distanz gepackt war ging es kurz später eine kleine Steigung hoch wieder zurück auf die Mainseite auf der wir gestartet waren. Nach rund 26,5 km bekam man die Glückspilse zu Gesicht welche die Wendemarke in Frankfurt-Hoechst schon geschaft hatten. Bis dahin musste ich noch etwa 1,5km zurücklegen und erst eine kleine Steigung hochlaufen. Der weiteste Punkt des Marathons war gepackt, ab jetzt ging es zurück zur Messe.

Bei Frankfurt Marathon gibt es als weiteren Wettbewerb auch noch eine Marathon-Staffel die mit 4 Leuten gelaufen wird. Die Strecke ist insgesamt die gleich wie bei den Marathonläufern. Hier waren Stecken zwischen 6,1 und 13,5 km zurückzulegen. Zu erkennen sind diese Läufer an den gelben Startnumern sowie den zumeinst ausgeruhterten Gesichtern. Wer denkt jetzt denkt einen Marathon zu laufen sei verrückt, sollte sich die beiden Feuerwehrleute anschauen die das 3 Teilstück übernommen haben. Mit kompleter Ausrüstung haben diese Männer meinen Respekt. Eine tolle Leistung. Die beiden Jungs habe ich auf der langen Geraden überholt.

Beim Studieren des Streckenplans hatte ich großen Respekt vor der Mainzer Landstraße. Diese nicht endenwollende Straße welche von Kilometer 30 bis 34 geht. Bei meinem Tempo brauchte ich fast 30 Minuten für dieses Stück. Und ab Kilometer 30 wartet der Mann mit dem Hammer. So sagt man zumindest. Er hatte wohl genug mit anderen zu tun, weil bei mir war er nicht. Ab jetzt sammelte ich al die ein, welche zu schnell angegangen waren. Und das waren mehr als man denkt. Immerhin sind fast alle von Ihnen gehend auch ins Ziel gekommen und so sollte es sein. Vielleicht hat es auch damit zu tun, das ab Kilometer 30 die Beinmuskelatur immer stärker in den Vordergrund schob. Der Spass war ganz sicher vorbei, jetzt hies es auf die Zähne beisen und rein in die Festhalle.

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Jetzt geht es ans eingemachte zwischen Kilometer 35-40

Kurz vor dem 37 Kilometer war man zurück am Messeturm, allerdings musste jetzt noch mal eine Runde durch die Innenstadt gedreht werden. Auf den ersten 5km war man hier schon unterwegs. Der Unterschied war, das es jetzt nicht mehr locker flockig lief. Die Beine waren müde, und sendeten immer wieder die Aufforderung oder den Befehl sofort stehen zu bleiben. Das einem freudestrahlende Menschen entgegen kamen und schon 42km zurückgelegt hatten machte es noch schlimmer. Mit jeder Kurve sagte man sich, gleich bin ich wieder auf der langen geraden

Auf dem Weg ins Ziel Kilometer 40,5 nach 5:01h
Auf dem Weg ins Ziel
Kilometer 40,5
nach 5:01h

zum Ziel. Und bei der nächsten wieder. und wieder. Doch es wollte nicht zu Ende gehen. Und einen mehrere huntert Meter lange Kopfsteinplasterpassage bei etwa 39km war sehr heikel. Diese ware nass und die Beine schon etwas wackelig. Der runde Laufstill hatte ich bei Kilometer 35 verloren.

Ich musste auf die Zähne beißen und zog mich daran hoch die Kilometer herunterzuzählen. Bei 32km fing ich damit an.

Noch 10km, da lachst du doch im Training drüber. Das läufst du locker nach dem Aufstehen mitten in der Nacht. Bei 35km waren es nur noch 7km. Diese sieben standen noch zwischen mir und meinem großen Traum. Dafür habe ich fast 2 Jahre trainiert. Diesen Marathon wollte ich schon vor 20 Jahren laufen. Jetzt war es soweit und nur noch 3km bis ins Ziel. Na endlich, Kilometer 40, nur noch 2. Gleich ist es gepackt. Noch die eine Kurve dann läufst du schon in Richtung Messeturm. Und dieses Mal ist es zum letzten Mal. Gleich hast du es geschafft.

Auf dem Weg zurück zum Platz der Republik kamen mir dann die Leute entgegen die sich jetzt fühlen mußten wie ich bei Kilometer 37. Sie taten mir leid. Für einen kurzen Moment, für mehr war keine Zeit. Ich hatte hier was zu Ende zu bringen. Jetzt waren es schon mehr als 41km und ich war auf der Startgeraden. Hier wo ich vor über 5h mit soviel Unsicherheit losgelaufen bin. Da vorne ist er, der Hammering Man, direkt hinterm Messeturm. An diesem vorbei und link abbiegen. Nur noch ein paar Meter und ich bin in der Festhalle.

Und dann bin ich in der Festhalle. Was für ein Moment. Vor mir der rote Teppich. Ein Tunnel und am Ende das Ziel. Wie weit ist es noch. Völlig egal, ich scheine zu schweben. Jetzt gibt es keine Schmerzen mehr. Jetzt heißt es geniesen.

Auf der Zielgeraden nach 5:15
Yes!
nach 5:14h
Auf der Zielgeraden Kilometer 41,15 nach 5:15h
Auf der Zielgeraden
Kilometer 41,15
nach 5:15h
Geschafft!
Geschafft!

 

Vielen Dank für Eure Unterstützung bei meinem Abenteuer. Ich beantworte gerne Fragen zu Deinem Marathon Abenteuer. Hinterlasse einfach einen Kommentar.

Euer Sven

P.S. Das wars noch nicht. Für Statistikfreunde kommen noch ein paar Daten. Und die nächsten Läufe kommen bestimmt. Mehr auf meiner Webseite.

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